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Rentenlücke verstehen: Wie groß ist sie wirklich?

3. Juli 2026 · RentenPilot Redaktion

Rentenlücke verstehen: Wie groß ist sie wirklich?KI-generiert

Das aktuelle Rentenniveau, wie Sie Ihre persönliche Vorsorgelücke schätzen und welche Faustregeln realistisch sind — neutral erklärt.

Was ist die Rentenlücke überhaupt?

Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand tatsächlich zur Verfügung haben werden, und dem Betrag, den Sie zur Aufrechterhaltung Ihres Lebensstandards benötigen. Klingt banal, ist in der Praxis aber oft überraschend groß — nicht, weil das gesetzliche System versagt, sondern weil es bewusst nur einen Grundbedarf abdeckt.

Das Rentenniveau in Zahlen

Das sogenannte Sicherungsniveau vor Steuern liegt derzeit bei rund 48 %. Es beschreibt das Verhältnis der Standardrente (45 Beitragsjahre mit Durchschnittsverdienst) zum Durchschnittsentgelt. Konkret: Selbst nach einem vollen Erwerbsleben zu Durchschnittsbedingungen ersetzt die gesetzliche Rente weniger als die Hälfte des letzten Nettoeinkommens.

Dazu kommt: Die meisten Menschen erreichen keine 45 Beitragsjahre mit Durchschnittsverdienst — Erziehungszeiten, Teilzeitphasen, Selbständigkeit, Arbeitslosigkeit oder Ausbildungszeiten senken die Zahl der Entgeltpunkte spürbar.

Wie schätzen Sie Ihre persönliche Lücke?

Ein praktikabler Ansatz besteht aus vier Schritten:

  1. Nehmen Sie Ihre aktuelle Renteninformation zur Hand. Die Deutsche Rentenversicherung schickt sie ab dem 27. Lebensjahr jährlich.
  2. Ziehen Sie Steuern und Krankenversicherung ab. Faustregel: ca. 10–15 % der Bruttorente.
  3. Berücksichtigen Sie die Inflation. Bei 2 % Preissteigerung sinkt die reale Kaufkraft in 20 Jahren um rund ein Drittel.
  4. Vergleichen Sie mit Ihrem heutigen Nettobedarf. Viele Haushalte benötigen im Ruhestand rund 70–80 % ihres bisherigen Nettoeinkommens.

Unser Rechner nimmt Ihnen die Arithmetik ab — die Interpretation gehört aber in eine strukturierte Beratung.

Warum die 70-%-Regel nur ein Startpunkt ist

Die oft zitierte Faustformel „70 % des letzten Nettoeinkommens" ist ein grober Anhaltspunkt, kein Naturgesetz. Wer im Ruhestand plant, viel zu reisen, hohe Gesundheitskosten hat oder eine große Immobilie unterhält, kommt schnell auf 90 % oder mehr. Wer schuldenfrei im Eigenheim wohnt und keine Kinder mehr finanziert, kommt vielleicht mit 60 % aus.

Was tun mit der Zahl?

Die geschätzte Lücke ist keine Zielvorgabe für ein bestimmtes Produkt. Sie ist ein Signal, wie viel Kapital oder Zusatzrente Sie zusätzlich aufbauen sollten. Wie Sie diesen Aufbau organisieren — ETF-Sparplan, private Rentenversicherung, Basisrente, betriebliche Altersversorgung, Immobilie — hängt von zu vielen individuellen Faktoren ab, um pauschal beantwortet zu werden.

Genau deshalb kombiniert RentenPilot neutrale Rechner mit einem Verzeichnis qualifizierter Berater: Wir liefern die Zahlen, die Feinabstimmung übernehmen unabhängige Fachleute mit den notwendigen Zulassungen nach § 34d/f/h GewO.