Inflation und Altersvorsorge: Warum reale Renditen zählen
22. Juni 2026 · RentenPilot Redaktion
KI-generiertNominal 4 % Zinsen bei 3 % Inflation? Nur 1 % real. Warum reale Renditen die einzig relevante Größe für die Altersvorsorge sind.
Der Unterschied zwischen nominal und real
Eine nominale Rendite zeigt, um wie viel Prozent Ihr Kapital wächst. Eine reale Rendite zeigt, um wie viel Ihre tatsächliche Kaufkraft wächst — also nach Abzug der Inflation. Bei 4 % nominaler Rendite und 3 % Inflation bleibt real nur 1 %.
Für kurze Zeiträume ist der Unterschied klein. Über 30 Jahre wird er dramatisch: 100.000 € heute haben bei 2 % Inflation in 30 Jahren nur noch die Kaufkraft von rund 55.000 €.
Warum das für die Rentenplanung entscheidend ist
Wenn Ihre Renteninformation eine monatliche Rente von 1.500 € in 25 Jahren verspricht, klingt das ordentlich — reicht aber bei 2 % durchschnittlicher Inflation nur für die Kaufkraft von heute knapp 915 €. Umgekehrt: Wer heute 2.000 € Monatsbudget als Vorsorgeziel definiert, braucht in 25 Jahren rund 3.280 €.
Welche Anlageklassen historisch Inflation geschlagen haben
- Aktien haben über lange Zeiträume die höchste reale Rendite geliefert — im weltweiten Durchschnitt 5–7 % pro Jahr real. Kurzfristig aber sehr schwankend.
- Immobilien schützten historisch teilweise vor Inflation, insbesondere selbst genutzte Immobilien (die die Kaufkraftbindung an Mietkosten neutralisieren).
- Anleihen und Sparbücher verlieren in Hochinflationsphasen real oft Wert — sichere Nominalwerte reichen selten aus, um Inflation zu schlagen.
- Gold ist historisch ein volatiler, aber langfristig realwerterhaltender Baustein.
Was das für die eigene Vorsorge heißt
Eine Vorsorge, die ausschließlich auf Nominalgarantien setzt (klassische Rentenversicherung mit niedrigem Garantiezins, Tagesgeld, Sparbuch), riskiert reale Vermögensverluste über lange Zeiträume. Kapitalmarktbasierte Bausteine bringen dagegen Schwankungen mit sich, die aber über 20+ Jahre statistisch verkraftbar sind.
Wo für Sie die richtige Mischung liegt, hängt von Alter, Risikotragfähigkeit und individueller Steuersituation ab — RentenPilot macht keine Prognosen und gibt keine Produktempfehlung, sondern hilft, die richtigen Fragen zu stellen.